Jasstafel, News

News since

January 2020


 18. Juli

Neues Schaffen

2021
Waldarbeiter, Forstwart im Wallis

Wenn Du was Neues schaffst, musst Du erst was zerstören.

Meine Alphütte wurde mit Lärchenholz gebaut. Dazu mussten mächtige Lärchen gefällt werden. Hinzu kommt: Vogelnester wurden zerstört, Ameisen zerdrückt, Borkenkäfer verloren ihre Heimat. Und Alpenrosen verloren den nötigen Schatten. Wäre ein Steinhaus besser gewesen? Nein.

Es ist einfach ein Naturgesetz, dass beim Erschaffen etwas zerstört wird. Es ist ein Umwandlungs-Prozess mit Nebeneffekten. (Ausser wer aus Gedanken unmittelbar Materie schafft, zerstört nicht.)

Das ist kein Freipass zum Töten oder Zerstören. Das ist aber auch keine Aufforderung, beim Brennholz jede Spinne und jeden Wurm vor dem Feuer zu retten. Mehr kann ich dazu auch nicht sagen, es ist ein unlösbarer Konflikt. Seien wir uns einfach der Situation bewusst.



 26. Juni

Die Tragödie Deines Lebens in drei Akten

2021
Wetterstein

Du hast Bedürfnisse und Abneigungen.
Das veranlasst Dich zu denken.
Und denken veranlasst Dich zu handeln.

Tja, was soll ich da noch schreiben?



 23. Mai

Happiness comes from within

2021
Türkenbund im Wallis
Türkenbund

Happiness comes from within. (Zufriedenheit/Fröhlichkeit kommt von innen.)
So sagte ich in Basel immer wieder.

Wisse, diese stille Zufriedenheit ist und war schon immer in Dir. Zeitweise wird sie mit Gedanken und Gefühle überdeckt. Es gibt drei Quellen der Probleme, welche die Aufmerksamkeit von Deiner innewohnenden Zufriedenheit ablenken: 1. andere Menschen, 2. Tiere (Haustiere, Ungeziefer, wilde Tiere) und 3. Naturkatastrophen. (Selbst als Einsiedler habe ich es hier mit allen Dreien zu tun!)

Deshalb ist es wichtig, sich täglich Zeit zu nehmen, um sich von diesen Dreien zu distanzieren und still zu werden.



 25. April

Ist Gott männlich?

2021
Manistein OM Shanti
Manistein: OM Shanti, Shanti, Shanti

Könnte es auch eine Göttin sein?

Im Hinduismus gibt es eine Definition für Gott. – Ja, tatsächlich!

Sat, chit, ananda. Absolutes Sein, absolutes Wissen, absolute Glückseeligkeit. Statt „absolut“ könnte man auch „bedingungslos“ sagen: unabhängig von äusseren Einflüsse.

Somit ist Gott eine Qualität. Eine Qualität, die jeder Mensch erreichen kann. Auch Du!

(Das war erstens. Zweitens wurde das Universum von Gott erschaffen. Drittens wird das Universum von Gott erhalten. Und viertens ist Gott in Dir. Das alles hat nix mit männlich oder weiblich zu tun.)



 28. März

An Gott glauben?

2021
Manistein OM

„Glaubst Du wirklich an Gott?“, fragte mich mal jemand.
Nein. Ich glaube nicht an Gott.

Es gibt Hoffnung, Glaube und Wissen:

Ich HOFFE, morgen gibt es sonniges Wetter: Sonne ist erwünscht, also hoffe ich darauf.
Im Falle der Hoffnung fehlt jede Grundlage. Man hofft einfach.

Ich GLAUBE, morgen gibt es sonniges Wetter. Der Wetterbericht sagt so; ausserdem war es heute schon sonnig.
Wenn man einer Fachstelle Glauben schenkt und schon gute Erfahrung gemacht hat, dann ist Glauben (Vertrauen) angebracht.

Ich WEISS, morgen gibt es sonniges Wetter: Die Wolken, die Windrichtung und trockene Luft sind eindeutige Hinweise.
Wissen beruht auf Sachkenntnis, Erfahrung und z.T. auch auf „Intuition“ – man weiss es einfach.

Überprüfe, was Du glaubst und führe es in Wissen über.



 28. Feb

Orange Bekleidung

2021
Feuerfalter im Wallis

Oft werde ich gefragt: „Warum trägst Du orange Kleider?“

Ich arbeite bei der Müllabfuhr!  :-)
Den spirituellen Weg zu gehen, ist bei der Müllabfuhr tätig zu sein.

Man trennt sich vom Müll, von allem, was man nicht mehr braucht. Alle Denkmuster und Gedanken und Gefühle, die nicht mehr oder nur vorübergehend weiterführen, gehören in den Müll. (Ebenso Dinge, die für den täglichen Gebrauch nicht notwendig sind.)

Überprüfe Dein Denken. Beobachte Dein Verhalten. Kontrolliere Deine Wohnung. Und schmeiss weg.



 31. Jan

Leben auf der Alp

2021
Einsiedelei (Klause) im Wallis

Einige Menschen sagten mir: „Dein Lifestyle auf einer Alp ist nicht konsequent.“ Ich müsse auch Tiere halten und auf Strom verzichten.

Ein spirituelles Leben führen ist kein Lifestyle. Sondern das tägliche Leben wird so gestaltet, dass es dem Lebensziel dienlich ist. Die Umgebung soll ebenfalls praktisch und dienlich sein. Keine Heilige Schrift dieser Welt empfiehlt, Schafe zu hüten und für den Winter zu heuen. Und Kerzenlicht statt Strom führt auch nicht zur Erleuchtung.

Das heisst für Dich und Deinen spirituellen Weg: Tue nichts Unnötiges und verzichte nicht unnötig.



 03. Jan

Ich höre immer wieder...

2021
Gebetsfahnen im Wallis

Ich höre immer wieder: „In der Natur der Berge ist es einfacher, Gott zu erfahren.“

Was willst Du erfahren? Die Natur oder Gott?
„Aber die Natur kommt doch von Gott.“

Die Milch kommt von der Kuh. Was weisst Du nach einem Glas Milch über die Kuh? Kannst Du beim Ge-niessen der Milch die Kuh erfahren?
Die Natur, die Schöpfung, lenkt uns vom Schöpfer ab. Die Sinne geniessen die Luft und die Blumen. Die Sinne können aber nicht den Schöpfer wahrnehmen.

Nur in der geistigen, mentalen Stille kannst Du Gott erfahren. Meditieren kannst Du auch in einer Stadt-Wohnung.



 06. Dez

Aussage (4/4)

2020
Steinmänchen im Wallis

Das reicht.
(Fortsetzung 4/4 von unten.)

Mind – Action – God. (Menschlicher Geist, Handlung, Gott.) Drei Worte, richtig verstanden, führen Dich auf dem spirituellen Weg bis zur Erleuchtung. Es gibt keine geheime Wissenschaften und irgendwelche hohe, esoterische Lehren. Auch keine "spirituelle" Rituale. Es braucht keine Helferlein und keine Räucherstäbchen.

Nur eines: Lebe das leben – just live life. Mit einem friedvollen Geist tun, was getan werden muss. Das reicht.



 08. Nov

Aussage (3/4)

2020
OM

Und wünsche Dir Gott.
(Fortsetzung 3/4 von unten.)

Ist freiwillig, geht auch ohne. Das Wort "Gott" schafft bei vielen Menschen nur Verwirrung. Wenn es so weit ist, wird sich Gott bei Dir melden. Du wirst es dann schon merken. ;-)

Aber wünsche Dir bloss nicht unnötige Dinge, die Du hegen und pflegen musst. Sonst bindest Du Dich nur noch mehr an diese Welt. Wünsche Dir einen friedvollen Geist und dass das, was Du tun musst, möglichst glatt abläuft. (Auf das Resultat hast Du nicht wirklich einen Einfluss, aber auf die Art und Weise, wie Du es tust.)



 11. Okt

Aussage (2/4)

2020
Kettensäge auf Walliser Alp

Tue, was zu tun ist.
(Fortsetzung 2/4 von unten.)


Und keine zusätzlichen Tätigkeiten. Du hast z.B. 100 Tätigkeiten in diesem Leben zu erledigen (Dein Karma). Wenn diese erledigt sind, gibt es nichts mehr zu tun! Du wirst auch für nichts mehr verantwortlich sein. Karma ist damit aufgelöst und Du bist frei, Dich ausschliesslich um Gott kümmern. Mit jeder freiwilligen, zusätzlich übernommenen Tätigkeit verstrickt Dich nur wieder mit dieser Welt.


Was getan werden muss, muss getan werden. Tue es – friedlich im Geist. Es fragt Dich niemand, ob Du es gerne tust oder nicht. Tue es sauber und vollständig. Und es wird nie mehr auf Dich zurück kommen. Und dann ist tatsächlich fertig! (Ausser was für den Erhalt des Körpers noch nötig ist.)


PS: Frage Dich: „Was passiert, wenn ich es nicht tue?“ Dann weisst Du, ob es getan werden muss.



 13. Sep

Aussage (1/4)

2020
Abendrot im Wallis

«Sei friedlich im Geist; tue, was zu tun ist und wünsche Dir Gott. Das reicht.»

Eine weitere Aussage auf meiner ersten Seite des Webauftritts. Sie fasst die gesamte spirituelle Lehre in einem Satz zusammen.

English: Mind – Action – God. (Menschlicher Geist, Handlung, Gott.) "Sei friedlich im Geist" heisst einerseits friedvolle Gedanken hegen. Andere Gedanken werden mit einem Lächeln weg geschickt. "Go out of my system!" ("Verlasse mein System!"). Ist der Gedanke weg, sind auch die damit verbundenen Gefühle weg.

Ein friedvoller Geist (Mind) ist aber auch still. Er denkt nur, wenn gedacht werden muss. Insbesondere das unkontrollierte und zufällige umherdenken ist sinnlos. Wenn hingegen Logik, Erinnerung, Voraussicht oder Zusammenhänge gefragt sind, dann soll der Geist aktiv werden.

In vier Wochen: "Tue, was zu tun ist".



 16. Aug

Spruch (6/6)

2020
Meditation = nichts tun
Foto: ThomasEgli.net

Auf den Punkt gebracht
(Fortsetzung 6/6 von unten.)


Es herrscht die allgemeine Meinung, wer was erreichen und bewirken will, muss auch was tun. In unserem Zusammenhang ist es umgekehrt:  Keine Praktiken. Werde ruhig. Werde still. Nicht nur äusserlich. Auch gedanktlich. Still sitzen und nichts tun ist viel schwieriger, als aktiv zu sein und etwas zu tun.

Ruhig werden und still sein und auf Gott zu horchen ist ein sehr dynamischer Prozess. Es gibt hierfür zwei gute Übungen ;-) Yoga im Alltag (Karma Yoga) und Meditation.



 19. Juli

Spruch (5/6)

2020
Orange Tücher auf Wäscheleine

Welchen Stellenwert hat die Religion? (Fortsetzung 5/6 von unten.)

Der Mensch ist in Systeme, Strukturen und Denkmuster eingebunden. Alles, was an neuem Wissen hinzukommt, wird dem bestehenden Wissen und Glauben erst angeglichen und angepasst und dann integriert. Statt zu verstehen wird interpretiert.

Um uns auf das wirklich neue Wissen und die neue Denkensart einzulassen, müssen wir uns von bekannten Systeme oder Traditionen lösen. Anstelle von religiösen Vorgaben tritt die Eigenverantwortung. – Und renne jetzt bloss nicht zum nächsten Guru und häng' Dich an seinen Rockzipfel. Du willst ja frei werden!  :-)



 21. Juni

Spruch (4/6)

2020
Gebetsfahnen im Wallis

Ist das beten zu Gott sinnvoll?
(Fortsetzung 4/6 von unten.)

Ja, bete, wenn Du möchtest. Wisse, dass Gott schon vorher wusste, was Dein Anliegen ist. Gott ist allwissend und weiss auch schon im Vorraus, was geschehen wird. Sonst wäre Gott nicht Gott.

Du wirst mit Deinem Denken, Reden und Handeln seinen Willen (und Dein Karma) umsetzen, so, wie es für alle Beteiligte richtig ist. Gott kann Dir auch Karma erlassen, das weiss Gott aber auch schon im Vorraus.



 24. Mai

Spruch (3/6)

2020
Schaufel und Besen auf der Alphütte

Warum keine Zeremonien?
(Fortsetzung 3/6 von unten.)

In einer Zeremonie ist man ganz auf Gott ausgerichtet. Die Gedanken schweifen nicht ab. Um die Form der Zeremonie einzuhalten, braucht es eine gewisse Konzentration. Im Zentrum des Denkens und Handelns steht während der Zeremonie Gott. – Und nach der Zeremonie?

Vollbringe JEDE Handlung im Alltag als "Zeremonie" an Gott. Auch das Kartoffel schälen! Das ist Yoga im Alltag. Damit werden Extra-Zeremonien überflüssig und Du sparst viel Zeit.



 26. Apr

Spruch (2/6)

2020
Enzian im Wallis

Warum keine Opfergaben?
(Fortsetzung 2/6 von unten.)

Auf einem Altar stehen Blumen zu Ehren Gottes. Woher kommen die Blumen? – Stell Dir vor, Du bist zu Besuch eingeladen. Angekommen, gehst Du durch den Garten der Gastgeber und schneidest noch ein paar Blumen. Dann läutest Du an der Haustüre und schenkst diese Blumen der Gastgeberin.

Alle Blumen gehören Gott. Gott besitzt unendlich viele Blumen. Was willst Du Gott seine eigenen Blumen schenken? Und wie sollen diese ihn bereichern? Und glaube nicht, Gott drücke mal ein Auge zu, wenn Du ihm Blumen schenkst.



 30. Mrz

Spruch (1/6)

2020
Manistein OM Shanti

«Alle Religionen dieser Welt zeigen uns, wie wir zu Gott beten und wie wir Gott mit Zeremonien und Gaben gefallen sollen. Wer zeigt uns, wie man still wird, um auf Gott zu horchen?»

Dies ist mein erster Satz auf dieser Webseite. Damit ist eigentlich alles gesagt, was es zu sagen gibt.

Unsere 5 Sinne sind auf die Schöpfung ausgerichtet. Sie nehmen die Schöpfung wahr. Sie sind selbst ein Teil der Schöpfung. Gott ist aber der Schöpfer und damit NICHT Teil der Schöpfung; Gott war vorher da. Also können wir Gott nicht mit den 5 Sinnen wahrnehmen, sondern nur in der Stille. (Sein Wirken hingegen manifestiert sich in der Schöpfung und kann mit den Sinnen wahr genommen werden.)



 30. Mrz

geplante News

2020

Alle vier Wochen erscheint hier ein geplanter Beitrag, damit Google nicht meint, ich sei gestorben und mich anschliessend vergisst.  :))



 08. Feb

DOK in Deutsch

2020
DOK "Der Einsiedler", Schweizer Fernsehen SRF1

Die DOK ist am 15. November 2018 erstmals erschienen. Seither ist sie drei Mal wiederholt und ein Mal im Deutschen Fernsehen ausgestrahlt worden.

 

Die DOK gibt es jetzt auch in einer Hochdeutschen Fassung (Over Voice).

Die DOK in Schweizerdeutsch und weitere Fernsehsendungen im Download Bereich.



 16. Jan

Interview im Beobachter

2020
Logo Beobachter beim Einsiedler-Mönch

Interview vom 26.12.2019 mit Herrn Peter Aeschlimann zum Thema Überforderung, Gesellschaft am Limit: Stille – Ganz bei sich sein.

 

Artikel erschienen am 16.01.2020.



 08. Jan

Neujahrsgespräch WB

2020
Walliserbote Neujahrsgespräch mit Bruder Markus

Neujahrsgespräch vom 30.12.2019 mit Frau Nathalie Benelli vom Walliser Bote;
erschienen am 08.01.2020.



 28. Dez

Die Grosse Meditation

2019
Klause (Eremo) in den Walliser Bergen

Am Dienstag, 31. Dezember beginnt die Grosse Meditation. Sie dauert 3 Jahre, 3 Monate, 3 Wochen und 3 Tage.

In 3½ Jahren, ab dem 25.04.2023 werde ich wieder ansprechbar sein.